Chronik Theatergruppe in der Verbandsgemeinde Rengsdorf 1985 e. V.

 

Vereinschronik

1985
Anfang 1985 versammelten sich einige Individualisten in der Turnhalle der alten Grundschule in Rengsdorf, um dort unter der Leitung von Frank Reinhard zu tanzen, zu spielen und zu singen. Es war jedem noch unklar, was das eigentlich werden sollte. Das vor der Gründerzeit gespielte „Cafe International“ war ein Schritt in die richtige Richtung, aber für eine unterhaltsame und abendfüllende Sache zu kurz. Ein Musical sollte es sein, das Frank Reinhard mit seinen „Katzen“ einstudieren wollte. Ein großes Vorhaben, das aber dann schließlich in mühevoller Kleinarbeit und dem ständigen Antreiben des Leiters in die Tat umgesetzt wurde. Man fand schließlich auch einen geeigneten Saal, ausgestattet mit einer sehr großen Bühne- genau so, wie man es sich vorgestellt hatte.

1988
Der Anfang war getan, und so stand die Theatergruppe in der Verbandsgemeinde Rengsdorf erstmals 1988 mit Cats“ in der Dorfschänke in Bonefeld auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Ja, ganze drei Jahre haben die Proben für das Musical gedauert und es schlug beim Publikum ein wie der Blitz. Das bedeutete für uns: Die Theatergruppe ist geboren! Nachdem Musical folgte dann erstmals das Sprechtheater, denn man nannte sich schließlich Theatergruppe.

1989
Also entschied man sich 1989 für „Blaues Blut und Erbsensuppe“, einem Schwank von Dieter Adam. 10 ausverkaufte Vorstellungen ließen uns auf der Welle des Erfolges weiter reiten.

1990
Im darauf folgenden Jahr, also 1990 begaben wir uns auf das Gebiet der Groteske. „Einmal ins Jenseits und zurück“ von Jens Würfel und Sören Pahl stand diesmal auf dem Programm. Ein dreigeteiltes, sehr aufwendig gebautes Bühnenbild versetzte das Publikum unter einem Aufwand von hervorragender Technik abwechselnd aus dem Leben im Diesseits (Erde) in das Jenseits (Himmel und Hölle). Die Woge des Erfolges ( wieder 10 ausverkaufte Vorstellungen) wurde größer; die Theatergruppe hatte sich inzwischen in der Verbandsgemeinde Rengsdorf etabliert. So beschloss die Theatergruppe dann am 07.Oktober 1990, sich in das Vereinsregister eintragen zu lassen, um als gemeinnütziger Verein sein Publikum weiterhin ein wenig von Alltagssorgen und Alltagsstress zu befreien. Das besondere an diesem Verein sollte sein, dass Fördermitglieder sich freiwillig mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln ( in erster Linie materiell: wie z.B. Stellung eines Fuhrparks, Stellung von Material für Bühnenbau bzw. Requisiten oder Stiftung von Textbüchern ) an der Aufführung eines Theaterstückes beteiligen können, was sich als eine sehr lukrative Sache herausgestellt hatte.

1991
Das nächste Meisterstück war 1991 „Die Spanische Fliege“ von Franz Arnold und Ernst Bach, das insgesamt 22 Mal bis in das Jahr 1992 gespielt wurde, davon 16 x in Bonefeld und 4 x in Brückrachdorf

1992
Das hierauf folgende Presseecho gab uns Recht und man knüpfte 1992 mit „Charleys Tante“ von Brandon Thomas an die vorherige Saison an. Dabei sollte man nicht unerwähnt lassen, dass hier die Verwandlungskunst vom Manne zur Frau eine großartige Herausforderung für den ernannten Schauspieler war, der übrigens bei dieser Rolle voll auf seine Kosten kam.

1993
1993 gönnte sich die Theatergruppe in der Verbandsgemeinde Rengsdorf eine künstlerische Schaffenspause. Diese Zeit wurde für den Bau einer neuen Bühne genutzt, die in Ihren Wänden drehbar sein sollte und die zusätzlich mit einer Akustikdecke ausgestattet wurde. In mühsamer Kleinarbeit schuf man sich die Möglichkeit, nunmehr auch Theaterstücke mit mehreren Bühnenbildern aufführen zu können.

1994
Anfang 1994 war diese Bühne fertig gestellt und kam im Frühjahr desselben Jahres für den amerikanischen Schwank „Der Mustergatte“ von Avery Hopwood das erste Mal zum Einsatz. Insgesamt 12 Mal spielte sich der Mustergatte in die Herzen des Publikums, das die wirklich hervorragende schauspielerische Leistung der Darsteller mit ständig ausverkauftem Haus honorierte. In diesem Jahr durfte die Theatergruppe auch Ihren 10.000sten Besucher begrüßen.

1995
1995 hatte die Theatergruppe ebenfalls einen Leckerbissen für ihre Zuschauer vorbereitet, denn das Lustspiel „Quartett im Doppelbett“ von Wilfried Reinher garantierte – wie in den Jahren zuvor – wieder einen Angriff auf die Lachmuskeln. Insgesamt 14 ausverkaufte Vorstellungen konnte die Gruppe als großen Erfolg verbuchen. Ebenfalls im Jahre 1995, in dem die Theatergruppe ihren 10jährigen Geburtstag feierte, entschloss man sich, noch einmal mit dem ersten Erfolgsstück auf Tournee zu gehen. „Cats“ wurde wieder geboren. Insgesamt 5 Vorstellungen in den verschiedensten Orten in der Umgebung ließen die Gründerjahre noch einmal aufleben. Auch die Verbandsgemeinde Rengsdorf bekundete ihre Glückwünsche, in dem sie die Theatergruppe mit einer „Urkunde für 10 Jahre verdienstvolle Kulturarbeit in der Verbandsgemeinde Rengsdorf“ auszeichnete.

1996
1996 wagte die Theatergruppe sich erstmals an einen ländlichen Schwank. „Wunder gibt es immer wieder“ von Wilfried Reinher nannte sich das Erfolgsstück, das schon nach der zweiten Vorstellung für weitere 8 Vorstellungen restlos ausverkauft war, so dass noch weitere 6 Vorstellungen und 1 Benefizveranstaltung angehängt werden mussten. Die Theatergruppe kam bei diesem Schwank auf insgesamt 17 Vorstellungen und ist stolz darauf, zu diesem Zeitpunkt eine Besucherzahl von über 17.000 verbuchen zu können.

1997
1997 folgte aufgrund der Saalsanierung eine Spielpause. Doch auch diese Zeit sollte die Gruppe nicht „Theaterlos“ bleiben. Sie engagierte eine befreundete Laienschauspielgruppe aus der Nähe von Stuttgart, die sich ausschließlich mit Kindertheaterstücken befasst. Und so organisierte die Theatergruppe in Kooperation mit den „Theaterleut’ Plietzhausen“ im August einen unvergesslichen Kindernachmittag, bei dem „Die Kleine Hexe“ von Otfried Preußer über 400 Kinder und Erwachsene auf einer Freilichtbühne auf dem Sportplatzgelände in Bonefeld viel Freude bereitete. Gespielt wird seit der Gründung im Saalbau der ehemaligen Dorfschänke in Bonefeld, die mittlerweile in Gemeindehand übergegangen ist. Seit Anfang 1997 befindet sich dieser Gebäudekomplex in der Sanierung. Dieser Komplex wurde durch eine Beauftragte des Rheinland-Pfälzischen Kultusministerium, Frau Helfenstein, als förderungswürdiges Projekt im sinne des Modellprogramms „Salü“ im nördlichen Rheinland- Pfalz angesehen und somit finanziell bezuschusst.

1998
Im Sommer/Herbst 1998 werden diese Baumaßnahmen voraussichtlich abgeschlossen sein. Der Theatergruppe wurde in Aussicht gestellt, bei der Einweihung des neuen/alten Gebäudes offiziell mitzuwirken, so dass sie damit den Startschuss in ihre neue Saison einläuten kann. Am 06.11.1998 war es dann endlich soweit. Was lange währt, wird endlich gut! Die theaterlose Zeit nahm ein Ende und am Anfang stand die Einweihung des Historischen Deichwiesenhofes 1462 in Bonefeld. Dies war unsere alte Heimat und sollte in Kürze auch unsere neue Heimat wieder werden. Zur feierlichen Eröffnung dieses, mittlerweile im Landkreis Neuwied, zum Kleinod gewordenen neuen Theaterhauses, trug die Theatergruppe mit einem Menuett, getanzt in tollen Rokokokostümen, bei und stellte damit sogleich Ansprüche an die fortwährende Nutzung des Saales bei der Ortsgemeinde. Parallel zur Eröffnung begann auch die Probezeit des ersten Theaterstückes auf der Neuen Bühne.

1999
Am 06.03.1999 begann das neue Zeitalter des Theaterspielens im historischen Deichwiesenhof in Bonefeld „Das Tal der Suppen!“ von Dirk Salzbrunn, so hieß das neue Erfolgsstück der Theatergruppe und brach alle bisher aufgestellten Rekorde. Binnen 14 Tagen waren 20 Vorstellungen ausverkauft. Zum ersten Male in der Vereinsgeschichte konnten wir über 2800 Zuschauer begrüßen, und damit gleichzeitig unseren 20.000sten Zuschauer ehren und, wäre der Saal nicht für den Rest des Jahres anderweitig vergeben, wir hätten bestimmt noch etliche weitere Vorstellungen aufführen können. Die 20. und letzte Vorstellung widmeten wir mal wieder komplett einem sozial gebundenen Zweck: Wir übergaben die Einnahmen am Ende des letzten Vorhanges an den Verein „Trotzdem“, eine Organisation, die sich sexuell missbrauchten Kindern widmet. Den Abschluß des überaus erfolgreichen Jahres 1999 bildeten dann zahlreiche Besuche bei befreundeten Theatergruppen.

2000
Auf Rekordjagd gingen wir dann wieder ab dem 25.03.2000. Mit dem Stück „Die unglaubliche Geschichte vom verlorenen Stinkerkäs“, übertraf alles bisher da gewesene. 20 Vorstellungen in drei Tagen ausverkauft, dazu Hunderte von Anfragen nach weiteren Aufführungen und über 3000 zahlende Zuschauer, sprechen eine deutliche Sprache. Die Theatergruppe bewegt sich unaufhaltsam zu einer der führenden Laienspielgruppen der Region und hat sich mittlerweile weit über die Kreis- und Landesgrenze hinaus einen guten Namen gemacht, was man aus den vielen fremden KFZ- Kennzeichen bei den vielen Aufführungen erkennen kann. Besonders stolz sind wir darauf, dass seit der Saison 2000 eine Gruppe aus Köln, die sich Komödienfreunde Köln nennt, regelmäßig bei uns zu Gast ist. Im Herbst des Jahres begann dann für unsere Theaterkids der Sprung auf die Bretter, die die Welt bedeuten. „Tabaluga“ stand auf dem Programm, ein Kindermusical für unsere kleinsten und von unseren Kleinsten Fans.
In einer kleinen Feierstunde gedachten wir zum Abschluss des Jahres unseren fleißigen Helfern, die seit 15 Jahren in unserem Namen Karten an den Vorverkaufsstellen an den Mann/ bzw. die Frau bringen. Und das sind mittlerweile 25.000 Karten gewesen.

2001
Am 17.03.2001 hob sich erneut der Vorhang für ein überaus erfolgreiches Theaterstück. „Othello darf nicht patzen!“ ein Stück von Ken Ludwig, bei dem bei 20 Vorstellungen der Besucherrekord des vergangenen Jahres erneut gebrochen wurde. 3528 Zuschauer waren es am Ende, die ein überaus schweres, technisch sehr anspruchvolles Stück mit hervorragenden schauspielerischen Leistungen, mit stehenden Ovationen huldigten. Einen Teil unserer Einnahmen spendeten wir in diesem Jahr an die Verkehrs- und Verschönerungsvereine in der Verbandsgemeinde Rengsdorf, die sich mit dem Bau und der Erhaltung von Waldbänken und Unterstellplätzen im Wald beschäftigen.

2002
Am 02.03.2002 präsentierten wir unserem großen Publikum das neue Erfolgsstück „Kille Kille“, eine britische Komödie von Derek Benfield. Dieses Ding, wie viele Laienschauspieler aus befreundeten Laienspielgruppen es nannten, die sich mit dieser Komödie sehr schwer getan hatten, erreichte auch bei uns die Grenzen des machbaren. Nach jeder Vorstellung gestresst bis in die Knie rang uns dieser britische Humor alles ab. Doch es sollte sich am Ende lohnen. Wieder nur ausverkaufte Vorstellungen, doch das Beste war, das wir insgesamt 15 Laienschauspielgruppen aus Nah und Fern begrüßen konnten, die unserer Inszenierung allesamt ein großes Lob aussprachen. In diesem Jahr konnte übrigens auch der 30.000 Besucher begrüßt werden!

2003
Vorhang auf, hieß es auch im Jahre 2003. Genau am 22.03.2003 fand die Premiere des Lustspiels „Der ledige Bauplatz“ von Regina Rösch statt. Aus Zeitgründen konnte die Theatergruppe in der Verbandsgemeinde Rengsdorf nur insgesamt 12 Vorstellungen zeigen. Das hieß für die vielen Zuschauer ein heißer Kampf um die wenigen Karten begann. Genau 1 Tag und 3 Stunden dauerte der Kartenvorverkauf, bis wir ausverkauft melden mussten. Großartige schauspielerische und komödiantische Leistungen ließen dieses Theaterstück für viele wieder zu einem Erlebnis werden und sich bereits auf die neue Theatersaison freuen.

2004
Die Verwechslungskomödie „Hochzeitstag mit Hindernissen“ von Werner Lachmann läutete die Theatersaison 2004 mit der Premiere am 13.03.2004 und weiteren 11 Vorstellungen ein. Im Kampf um die Karten konnten sich insgesamt 2185 Theaterfreunde einen Platz bei unseren Vorstellungen ergattern. Ein großer Strauß roter Rosenstrauß bring die heile Welt im Haushalt Brandel ausgerechnet am 29. Hochzeitstag durcheinander. Dass die Zuschauer bis zur Auflösung des Rätsels am Ende der Vorstellung begeistert klatschten und lachten war neben dem amüsanten Drehbuch im Wesentlichen der Spielfreude, dem Improvisationstalent und Engagement der Darsteller zu verdanken.

2005
Den Auftakt in unserem Jubiläumsjahr 2005 „20 Jahre Theatergruppe in der Verbandsgemeinde Rengsdorf“ gab unser neues Theaterstück: Die bisherige Erfolgsstory konnte mit der Komödie „Der Meisterboxer“ von Otto Schwarz und Carl Mathern fortgeführt werden. Inklusive der Premiere am 26.02.2005 versetzten wir an 16 Spielabenden insgesamt 2890 Zuschauer in die 20er Jahre. Die Darstellung eines falschen und eines echten Boxers mit Freunden und Familie, einer italienischen Tänzerin; kurz und gut des Lokalkolorits der damaligen Zeit forderte den Akteuren alles ab und bescherte unseren begeisterten Gästen einmal mehr einen kräftigen Lachmuskelkater. Im Anschluss an die Theatersaison konnten wir unser 20 jähriges Jubiläum im geeigneten Rahmen feiern. In vier Festakten wurde jedem etwas geboten: Beim feierlichen Festkommers am 19.06.2005 feierten Mitglieder und Freunde bei musikalischer Untermalung und ließen die Geschichte der Theatergruppe Revue auf der Jubiläumscouch Revue passieren.
Ein zweitägiges Kinderfest bot allen Kindern und Junggebliebenen am 20. und 21.08.2005 bei Theater unserer befreundeten Gruppe „Pliezhausener Theaterleut“ mit Jim Knopf und der Lukas der Lokomotivführer, Flohmarkt und den Darbietungen eines Akrobatikclowns, die Möglichkeit dem Alltag zu entfliehen und mit uns ein abwechslungsreiches Wochenende zu verbringen. Für alle Köln - Freunde organisierten wir am 25.09.2005 für alle interessierten Theaterfreunde und Mitglieder eine Fahrt zum Kölsch-Milljöh, wo wir bei bester Laune, Urgesteine des kölschen Humors live erleben durften. Einen feucht –fröhlichen Abschluß bildete schließlich unser Oktoberfest im Deichwiesenhof welches mit einem stilechten Ambiente und bayrischen Schmankerln für ausgelassene Stimmung sorgte. Als Anerkennung für sein Engagement im ehrenamtlichen Bereich und nicht zuletzt für seinen Einsatz in der Theatergruppe wurde unserem 1. Vorsitzenden Frank Reinhard am 31.08.2005 durch den Präsidenten der SGD – Nord, Hans –Dieter Gassen die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.

2006
Im Jahre 2006 führten wir unsere Zuschauer in die Welt der Medizin.
Das Lustspiel „ Wer krank ist, muß kerngesund sein“ von Uschi Schilling spielte in einem Krankenhaus der Gegenwart. Bereits bei der Premiere am 18.03.2006 war klar, dass in dieser Klinik auch bei den nächsten 12 Vorstellungen kein Auge, der insgesamt 2398 Zuschauer trocken bleiben sollte. Vom verwirrten Professor, dem arroganten Oberarzt über den eingebildeten Kranken, den liebenswerten Verrückten und die sonstigen Originale aus der Welt der Ärzte wussten unsere Darsteller alle Charaktere so überzeugend wiederzugeben, dass die Zuschauer restlos begeistert waren und mit dem Klatschen nicht mehr aufhören wollten.

2007
Eine Kontroverse zum Jahr 2006 strebten wir im Jahre 2007 mit dem Stück: Pension Schöller an, zum einen hielt die Schauspieler die anspruchsvolle Handlung und die blumige Sprache aus der Jahrhundertwende in Trab und zum Anderen waren drei Bühnenbilder auf – und abzubauen. Der wohlhabende allein stehende Klapproth wollte seinen Stammtischkollegen mit einer Geschichte über den Besuch einer Soiree im Irrenhaus beeindrucken, wurde dann aber geradezu von den Geschehnissen überrollt, bis er schließlich feststellen musste, dass er einem Komplott aufgesessen war, und die vermeintlichen Kranken durchweg, etwas verschrobene, aber dennoch normale Gäste der Familienpension Schöller waren. Zuvor fand sich jedoch die illustre Gesellschaft auf Klapproths Landgut ein und brachte ihn ziemlich in Breduille. Die turbulente Handlung und die opulenten Kostüme verschönerte unseren Gästen an der Premiere und an weiteren 11 Vorstellungen den Abend und entführten unsere Fans in die Kaiserzeit. Erstmals nahm die Theatergruppe die Strapazen auf sich und baute im September erneut das aufwendige Bühnenbild für vier Zusatzvorstellungen auf. Insgesamt konnten wir bei 16 Vorstellungen 2487 Besucher begrüßen. Unter ihnen befand sich auch der 40.000. Besucher, der einen Musicalgutschein erhielt. Ein weiteres Jubiläum konnten wir am 11.05.2007 mit der 250. Vorstellung feiern. Ein weiterer Höhepunkt folgte durch die aktive Teilnahme der Gruppe an den Feierlichkeiten anlässlich des 1150 Geburtstages der Ortsgemeinde Rengsdorf. So flanierten wir in Kostümen aus der Jahrhundertwende auf dem Lampionfest in Rengsdorf am und nahmen in großer Anzahl am historischen Umzug in Rengsdorf am teil. Hier spielte die Theatergruppe eine Schar Kurgäste vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Werner und Rita Hoffmann mimten den Fürst zu Wied nebst Mätresse und Christian Spliethofe und Antje Klein folgten als Hofmarschall mit Mätresse. Die letzten zwei Pärchen durften natürlich beim Umzug in zwei prächtigen Kutschen fahren. Als Belohnung durfte dann die Theatergruppe nach Besichtigung des Klosters Machern an der Mosel am dortigen Oktoberfest die krachen lassen.

2008
Wieder in die heutige Zeit führte uns Anno 2008 das Immer wieder nachts um vier von. , führt eine Wochenendbeziehung und seine Wohnung ist Anlaufstelle für seinen Freund , der dem wöchentlichen Ehekrach entflieht und nachts bei regelmäßig Zuflucht sucht. Als es ihm Ehefrau und Tochter gleich tun, zum Höhepunkt noch außerplanmäßig seine Freundin auftaucht, sich auch noch seine eigene Mutter mit dem Hausmeister heimlich zu einem Stelldichein einfinden und eigentlich keiner mehr weiß, wer zu wem gehört, hielt es keinen der insgesamt Zuschauer bei Vorstellungen mehr auf den Stühlen vor Lachen. Dieses mal konnten wir ein „Schnapszahlenjubiläum“ feiern, denn der 44.444. Besucher fand den Weg nach Bonefeld in den Deichwiesenhof.

2009
Im Jahre 2009 folgte dann das Luststück: Dreistes Stück im Greisenglück  von Bernd Gombold. Die Komödie rund um Opa Müllerschön, der sich nicht nur mit seiner fiesen Altenheimleiterin, sondern auch mit allerhand Familienproblemen herumschlagen musste, war zwar lustig aber auch zeitgemäß und bissig.  Davon konnten sich bei 12 Vorstellungen insgesamt 2085 Zuschauer überzeugen,  die gemeinsam mit Opa Müllerschön und seinen Verbündeten mitfieberten, ob er schließlich seinen erbschleicherischen Sohn nebst Gattin sowie die Missstände im Altenheim Greisenglück auffliegen lassen kann.
Unter den begeisterten Lachern unserer Fans gelang Opa Müllerschön,  gemeinsam mit Putzfrau Fatima und seinem Mitbewohner Paul, im Greisenglück so richtig aufzuräumen.

2010
In das Hotel Paradies und das 20. Jahrhundert  entführte uns in unserem Jubiläumsjahr 2010 die Komödie  „Weekend im Paradies“ von  Franz Arnold und Ernst Bach. Passend zum 25-jährigen Bestehen der Theatergruppe in der Verbandsgemeinde Rengsdorf wurde mit historischen Kostümen, zwei aufwändigen Bühnenbildern und  17 teils doppelt besetzten Rollen grandiose Unterhaltung geboten.
In insgesamt 14 Vorstellungen konnten wir 2555  Theaterfreunde in das Berlin der 20 iger Jahre und das Hotel Paradies am Schnakensee entführen.
Hier treffen sich mit Vorliebe die Beamten der Berliner Ministerien nebst falschen Gattinnen. Auf diesem Wege gelang es auch Herrn Oberregierungsrat Dittchen einige Missstände aufzudecken. Turbulenzen und Peinlichkeiten, die ihm  letztendlich genügend Stoff zur Profilierung boten, so dass er die lang verdiente Beförderung erhielt. Wenn auch anders als geplant! Durchtriebene Damen falsche Tugendbolde und gebeutelte Wochenendkavaliere konnten unter  den begeisterten Lachern unserer Zuschauer ihr blaues Wunder erleben.
Bei diesem Stück war der Einsatz fast aller unserer Mitglieder gefragt. Denn hinter der Bühne, auf der Bühne, hinter der Theke, beim Schminken, Kartenabreißen, der Technik und beim Organisieren waren ca. 80 % unserer aktiven Mitglieder nebst Nachwuchs bei jeder Aufführung gefragt.

Am  27.06. 2010 feierten wir dann gemeinsam mit  unseren Theatersprösslingen mit einem Festkommers unseren 25-jährigen Geburtstag im Deichwiesenhof in Bonefeld.
Wir konnten bei dieser Feierstunde auf insgesamt 323 Aufführungen zurückblicken , denen mehr als 50.000 Zuschauer beigewohnt haben.
Unsere Gründungsmitglieder : Frank + Monika Reinhard, Monika Hofmann, Werner + Rita Hoffmann und Antje Klein wurden mit einer goldenen Nadel für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Einen Ehrenoskar erhielten Kurt Reinhard und  Hermann Mohr für besondere Verdienste für die Theatergruppe.

2011
Im Jahr 2011 lief „Alles verkehrt“ auf der Bühne in Bonefeld.
Die Komödie von  Ralf Kaspari ließ den Zuschauer teilhaben an den amourösen Verwicklungen  im Hause Linientreu. Bei insgesamt 16 Vorstellungen konnten die Zuschauer verfolgen, wie die Dame des Hauses nach ihrem Einzug in die leerstehende Firmenwohnung bemerkt, dass diese eigentlich ein geheimes Liebesnest ist, welches von den Herrn der Familie stark frequentiert wird. Drei vermeintliche Dienstmädchen, geheime Schranktüren und Messerattacken zogen insgesamt   2590 Zuschauer in den Bann, die so auf unterhaltsame Art und Weise für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen konnten.


2012
Auf hoher See schipperten im Jahre 2012, 2125 Zuschauer in 12 Vorführungen gemeinsam mit den 13 Akteuren der Theatergruppe während einer turbulenten Kreuzfahrt mit der Komödie „Kaktus kontra Julia“ von Martina Worms. Dass es nicht ohne Probleme abläuft, wenn ein trinkfreudiger Männerchor auf engstem Raum ungeplant auf eine ambitionierte Damen-Theatergruppe trifft, kann sich jeder denken. Aber mit viel Situationskomik und temporeichen Wortwechseln fanden schließlich die spielfreudigen Damen und die sangeslustigen Herren eine gemeinsame Basis für ihre Übungsstunden. Das krönende Ende dieser Geschichte gipfelte –zurück an Land- in der Jubiläumsfeier zum 100 –jährigen Bestehen der „goldenen Stimmgabel“, bei der unsere männlichen Akteure mehrstimmig und live, das Lied „Ein kleiner grüner Kaktus“ vortrugen, Startpunkt für eine gemeinsame Karriere mit den Shakepeares Sisters auf künftigen Kreuzfahrten. Mittlerweile konnten wir auch unseren 55.555 Besucher „an Bord“ begrüßen.

Wissenswertes
Ehrenamt wird in diesem Verein großgeschrieben. Außerdem werden auch Fahrten zu benachbarten Laientheatern aber auch Profi-Theatern für Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde organisiert. Der soziale Zweck wird bei jedem Theaterstück nicht außer Acht gelassen. Es erfolgten Spendenaktionen für die Aktion Sorgenkind (Eintrittsgelder 1988), die benachbarte Sozialstation Straßenhaus (Eintrittsgelder aus 1989/1990), Sondervorstellungen in Kooperation mit der Verbandsgemeindeverwaltung für Seniorinnen und Senioren (1991/1992 verbilligte Eintrittspreise und kostenlose Bewirtung) in der Verbandsgemeinde Rengsdorf, eine große Spende für die von der Rhein-Zeitung Koblenz überregional organisierte Spendenaktion „Helft uns Leben“ (Eintrittsgelder aus 1993) sowie eine Spende für den spastisch gelähmten Jungen, Yavir Gomez (Eintrittsgelder aus 1994), aus Unkel, der sich in Russland mit Hilfe der Spendengelder einer erfolgreichen Behandlung unterziehen konnte und nicht zuletzt ein stolzer Betrag für die durch den Rundfunksender SWF 4 und den Fernsehsender Südwest 3 (Eintrittsgelder aus 1995 und 1996) unterstützte Spendenaktion „Herzenssache“ für Kinder mit einer angeborenen Querschnittslähmung. Angesichts dieser unterstützenswerten Aktion, die unter der Schirmherrschaft des rheinland- pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck steht, hatte sich die Theatergruppe dazu entschlossen, eine Benefiz-Vorstellung ( Eintrittsgelder aus 1997) zu veranstalten, um nochmals einen großen Betrag zu spenden.

Weitere Spenden:

 

1999 Verein „Trotzdem“, eine Organisation, die sich sexuell missbrauchten Kindern widmet.


2000 Feierstunde zu Gunsten unserer Fleißigen Helfern beim Vorverkauf


2001 Eintrittsgelder für die Verkehrs- und Verschönerungsvereine der Verbandsgemeinde Rengsdorf


2003 Für den Ruandatag des Landes Rheinland-Pfalz spendeten wir Eintrittsgelder der Jahre 2002 und 2003 und konnten uns am gleichen Tag beim Ruandalauf ebenfalls eindrucksvoll mit einer weiteren Spende beteiligen.


2004 Flutopfer in Asien.


2005 Primaten im Menschenaffenhaus im Neuwieder Zoo, Beitrag zur Ausgestaltung ihres neuen Geheges freuen.


2005 Auch unterstützten wir im selben Jahr den Verein „Kinder in Not“ in Windhagen und leisteten einen Beitrag zur Hilfe zur Selbsthilfe für Kinder in Entwicklungsländern.


2006 den Verein „ Kinder in Not“ in Windhagen


2006 die Tour der Hoffnung und


2006 die „Aktion glückliche Kinder“


2006 ein zweites Patenkind im Tschad wird unterstützt


2007 Im Jahre 2007 verwendeten wir einen Teil der Einnahmen für folgende gemeinnützige Zwecke:


2008 wollten wir dem guten Brauch der vergangenen Jahre folgen und
Spendeten folgende Beträge:
2009 Im Jahre 2009  übernahmen wir zusätzlich zu unseren Patenkindern aus dem Tschad zwei weitere Patenkinder aus der Mongolei und aus Simbabwe. Darüber hinaus ging ein Check in Höhe von  1.400,00 € an die Reiner Meutsch-Stiftung
„Fly & Help“.
Ergänzt wurde dies durch die regelmäßige finanzielle Beteiligung der Theatergruppe an den Projekten des Vereines „Kinder in Not“ in Windhagen.
Im Februar 2009  halfen wir ferner eine Familie aus der Region, die bei einem Hausbrand ihr Hab und Gut verloren hatten  mit einer Spende i.H.v. 1.000,0€
2010 Auch in 2010 unterstützten wir unsere 4 Patenkinder,  den Verein „ Kinder in Not“ aus Windhagen und erwirtschafteten beim Rengsdorfer Flohmarkt zu Gunsten Kirstins Weg  150,00 €.
2011 In 2011 konnten wir neben der Unterstützung unserer 4 Patenkinder und des Vereines Kinder in Not die Einnahmen der 10. Vorstellung der Rettungshundestaffel Westerwald zur Verfügung stellen.

 

Kontakte
Ebenso hat sich die Gruppe gute Kontakte zu den regionalen Medien wie die Radiosenden SWF 1/ SWF 4, RPR, den örtlichen Fernsehsendern Offener Kanal Neuwied, Westerwald–Wied-TV, Südwestfunk Fernsehen, sowie der örtlichen Presse aufgebaut, die über die Theatergruppe in der Verbandsgemeinde Rengsdorf berichten, drehten und schrieben.

Wir selbst

Der Verein umfasst zur Zeit 51 Mitglieder, unterteilt in 42 Aktive- 8Förder-  und 1 Ehrenmitglied. Sämtliche Aufgaben wie z.B. Kostümgestaltung, Bühnenbau, Bühnenbild, etc., bis hin zur Gästebewirtung werden ausschließlich in Eigenleistung, die auch die Fördermitglieder und unseren Nachwuchs  einbindet, und ehrenamtlich erbracht.

Ansonsten ist die Theatergruppe ein sehr geselliger Verein, der auch seinen privaten Nachwuchs nicht im Abseits stehen lässt. Bei allen vereinsinternen Veranstaltungen, sei es Wandertag, Radtour, Grillabend oder sonstiges, steht die Familie an erster Stelle, denn Kinder sind in Regel das Abbild ihrer Eltern, und sie sind die Nachfolger im gesellschaftlichen Vereinsleben. So können wir bei der Theatersaison 2007 das 1. –nunmehr volljährige Theaterkind- in einer Rolle bewundern. Auch haben wir unter unserem Theaternachwuchs bereits treue Fans und Mithelfer bei Bühnenbau und den Veranstaltungen.


 

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